Über uns
Unsere Gartenanlage besteht aus 33 Parzellen und einem Vereinsheim. Der „Grüne Grund“ ist damit eine der kleinsten Anlagen in Berlin Lichtenberg. Seit 2022 gehören auch die 11 Parzellen der Anlage Giselastraße zu uns.

Historisches
Die Geschichte der KGA Grüner Grund ist eng mit der Entwicklung Friedrichsfeldes und der Berliner Kleingartenbewegung verbunden. Gegründet wurde die Anlage im Jahr 1922 auf ehemaligem Bauernland der Friedrichsfelder Großbauern Salzmann und Linke. In einer Zeit von Wohnungsnot, Inflation und Lebensmittelknappheit entstanden hier zunächst vier Gärten, die vor allem Arbeiter- und Eisenbahnerfamilien zur Selbstversorgung dienten. Aus diesen ersten Parzellen entwickelte sich über Jahrzehnte eine lebendige Gemeinschaft mitten in der wachsenden Großstadt Berlin.
Dabei waren die Anfangsjahre geprägt von harter körperlicher Arbeit. Das Gelände musste urbar gemacht werden, Wasserleitungen oder Strom gab es zunächst nicht. Trotzdem wuchs die Anlage stetig weiter. Selbst während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs blieb der Grüne Grund bestehen.
Ab 1934 wurde das Gelände an der Zachertstraße 45 durch Schutt von Abrisshäusern aus der Innenstadt erhöht, was noch heute den Höhenunterschied zwischen „oberem“ und „unterem“ Weg ausmacht. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs entstand auf dem erhöhten Gelände ein Barackenlager, in dem französische Kriegsgefangene untergebracht waren. Nach Ende des Krieges und Aufgabe der Nutzung durch die sowjetischen Streitkräfte wurde dieser Bereich 1954 der Kleingartenanlage zugeführt. Nach Kriegsende mussten die Mitglieder das Gelände teilweise erneut von Schutt und Trümmern befreien, bevor die Anlage wieder aufgebaut werden konnte.
Besonders in der DDR-Zeit entwickelte sich der Grüne Grund zu einer aktiven Gemeinschaft mit starkem Vereinsleben. Wege, Wasserleitungen, Stromversorgung, Zäune und das Vereinsheim entstanden vollständig in freiwilliger Eigenleistung der Mitglieder. Zahlreiche Arbeitseinsätze, gemeinsame Feste und ehrenamtliche Projekte prägten über Jahrzehnte das Leben in der Anlage. Für dieses Engagement wurde der Grüne Grund 1981 als „Staatlich anerkanntes Naherholungsgebiet“ ausgezeichnet.
Auch nach der Wiedervereinigung blieb der gemeinschaftliche Gedanke zentral. Der Verein organisierte sich neu, wurde 1999 offiziell als Verein eingetragen und engagiert sich bis heute für den Erhalt von Grünflächen, für ein nachbarschaftliches Miteinander und ein lebenswertes Umfeld im Stadtteil. Die Anlage versteht sich dabei nicht nur als Ort der Erholung, sondern auch als Teil des sozialen und gemeinnützigen Lebens in Friedrichsfelde.
Heute umfasst die KGA Grüner Grund 34 Parzellen und ist eine grüne Oase mitten in Lichtenberg. Über Generationen hinweg haben engagierte Gartenfreundinnen und Gartenfreunde die Anlage mit aufgebaut, gepflegt und weiterentwickelt — mit viel ehrenamtlichem Einsatz, Gemeinschaftssinn und der Überzeugung, dass ein Kleingartenverein weit mehr sein kann als die Summe seiner Gärten.


Ansprechpersonen

1. Vorsitzender
Thomas Bartningkat

Schatzmeisterin
Katrin Lehmann

Gartenfachberaterin
Maraike Schulz

Verantwortlicher Vereinsheim
André Rocher
Geschäftsführender Vorstand

2. Vorsitzende
Antje Leh

Schriftführer
Andreas B.
Erweiterter Vorstand

Energie- und Wasserbeauftragter
Jens Kannewurf
Weitere Ansprechpersonen

Kontaktperson Giselastraße
Kathrin Buhe

Revisionskommission
Christian Patzelt
Veronika Stöppel

Medienbeauftragte
Anja Billand
Dokumente
Satzung
Die Satzung bildet die rechtliche Grundlage des Vereins. Sie regelt unter anderem Zweck und Ziele des Vereins, Mitgliedschaft, Rechte und Pflichten der Mitglieder, Beiträge, Organe des Vereins (z. B. Vorstand und Mitgliederversammlung), Abstimmungen, Wahlen sowie grundlegende Abläufe und Zuständigkeiten. Außerdem enthält sie Regelungen zu Kündigung, Ausschluss, Satzungsänderungen und zur Auflösung des Vereins. Während die Gartenordnung vor allem den Alltag in der Anlage regelt, legt die Satzung die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen des Vereins fest.
Gartenordnung
Eine Gartenordnung regelt das Zusammenleben und die Nutzung einer Kleingartenanlage. Sie enthält meist Vorgaben zu Ruhezeiten, Pflege der Parzellen, zulässigem Anbau, Hecken- und Baumschnitt, Wegenutzung, Wasser- und Stromverbrauch sowie zum Umgang mit Abfällen, Feuer oder Haustieren. Außerdem legt sie fest, welche Regeln für Gemeinschaftsflächen, bauliche Anlagen und gegenseitige Rücksichtnahme gelten. Ziel ist ein gepflegtes, sicheres und gemeinschaftliches Miteinander innerhalb der Anlage.

Kosten
Es fallen einmalig der Kaufpreis für die Parzelle (Bepflanzung, Gestaltung und Laube) nach Schätzprotokoll an. Dazu Verwaltungskosten und die Aufnahmegebühr für den Bezirksverband.
Hinzu kommen jährlich: Pachtkosten für die Parzelle und anteilig öffentliche Lasten, Vereinsbeiträge, Haftpflichtversicherung, Verbandszeitung, Wasser- und Stromgeld je nach Verbrauch
Mitglied werden
Antrag
Erwartung
Um einen Kleingarten zu pachten, müssen Sie sich
zunächst auf der Warteliste des Bezirksverbands
Berlin-Lichtenberg der Gartenfreunde e.V., Köpenicker Allee 9, 10318 Berlin eintragen.
Nach Zahlungseingang der Antragsgebühr (50,00 Euro) erhalten Sie per Mail eine Bewerberbestätigung.
Jeder Verein lebt von dem Engagement seiner Mitglieder. Jedes Mitglied unseres Vereins ist aufgerufen, sich an der Vereinsarbeit zu beteiligen. Jeder ist willkommen!
Wir wünschen uns, dass unsere Mitglieder sich innerhalb des Vereines engagieren, mal bei Festen mithelfen, einen Kuchen backen, den schon älteren Gartennachbarn zur Hand gehen oder die Gemeinschaftswege pflegen. Einfach über den eigenen Gartenrand gucken.
